Mein Reisetagebuch | auch modern

Mein Reisetagebuch | auch modern "Blog" genannt

.... was steht drin?

"..... wenn einer eine Reise macht, dann kann er was erzählen."
Genau hier ist mein Ansatz - ich berichte einfach über das Erlebte bei meinen Tauchreisen.

5. Tag

Mauritius 2016Geschrieben von bath 22 Mär, 2016 12:57

Für diesen Kurzurlaub ist es unser letzter Tauchtag aber gleich drei Tauchgänge stehen auf dem Programm, denn Jörg, Theo und ich gehen in der anbrechenden Dunkelheit noch einmal ins Wasser.

Mister Wichtig ist äpünktlich, wir zollten ihm Resepekt und waren drei Minuten früher am verabredeten Treff.

Das Vorbereiten des Tauchtages war ja nun bekannt, ohne viel Worte verlief das ganze Prozedere und die Klamoten waren auf dem Boot verstaut.

5. Tauchgang / Trou aux Biches Aquarium 👌👌👌

Das Boot war voll besetzt mit Tauchern. Es gab eine Frühausfahrt ca. 25 Minuten in Richtung Süden. Es sollte in zwei Gruppen getaucht werden. Neben uns vier Protagonisten gehörte noch ein Sachse (Jens aus Leipzig) dazu.

Am Spot angekommen, Rolle rückwärts in die Fluten, abtauchen bis auf den Sand und dann, so jedenfalls das Briefing, sollte das Riff an der linken Schulte sein. Wir sollten bis zu einem Stahlgestell tauchen, dort umdrehen und dann mit dem Riff gleichfalls an der linken Schulter zurück tauchen.

Wir hatten eine trübe Sicht, es war auch nicht viel los im Riff. Jörg scheuchte einen Plattfisch auf, ich justierte mich daraufhin- also Objekt ansehen, umdrehen, neu antauchen, in Fotoposition gehen, stabile Lage, fokussieren und mehrere Belichtungen auslösen. Das hört sich schlimm an, ist es aber nicht, dauert nur!!!

Zusammen kamen wir auch am Wendepunkt an, der Stahlrahmen war die Orientierung. Es sollte dann eine Sandfläche überquert werden, na und der Rückweg ist ja schon beschrieben. Auf dem Rückweg zog ein weiterer Plattfisch meine Aufmerksamkeit auf sich, mein Fotoritual nahm seinen Lauf. Ich war fertig mit den Belichtungen und bei meinem Rundblick waren keine Taucher mehr in der Nähe, nicht einmal eine Luftblase war zu sehen, ich war also allein im weiten Ozean (@Geli - keine Panik zum Ufer waren es ca. 500m).

Was haben wir gelernt bei Herrn Knickelmann in Kühlungsborn - am Ort warten und wenn keiner kommt, Sichheitsstop und auftauchen.

Genau so habe ich es gemacht, Sicherheitsstop für drei Minuten auf fünf Metern und dann die Tauchermaske durch die Wasseroberfläche und der Guide hatte mich auch schon vermisst und schoss in ca. 15 m Entfernung wie ein Torpedo durch die Wasseroberfläche. Wie schlecht war bloß die Sicht. Wir hatten Blickkontakt und sind zusammen zurück an Bord. Die Jungs blieben noch 10 Minuten länger unten.

Fazit - bessere Absprachen wären gut.

Eintrag im Logbuch. 40' auf 19,1 m


6. Tauchgang / Lion Reef 👌👌👌👌

Der Spot lag in kurzer Entfernung von der Tauchbasis. Mister Wichtig hatte die geniale Idee das Boot in zwei Fahrten mit jeweils nur einer Gruppe zeitverzögert auf die Reise zu schicken. Geschickt durchdacht - es wurde doch!

Jens der Sachse hatte die Aufgabe Schnecken zu finden und mir den Fund zu signalisieren - für diesen Tauchgang hatte ich einen dauerhaften Begleiter - Jens nahm seine Aufgabe sehr ernst und wir hatten unseren Erfolg.

Zunächst war der Spot bis auf die Schnecken sehr gewöhnlich. Am Ende des ersten Paches zog eine weiße Muräne, die aus ihrer Höhle schaute, meine volle fotografische Aufmerksamkeit auf sich.

...aber plötzlich schoss der Guide über eine größere Sandfläche zu einer freistehenden Tischkoralle. Dort wurde es hektisch, irgendetwas musste dort sein.
So war es auch, ein sehr seltener, recht großer Anglerfisch saß auf der Koralle. Jeder wollte Fotos machen und irgendwann war auch ich an der Reihe. Als ich gerade um die Koralle herumgeschwommen war, zog unter mir ein Prachtexemplar von Stechrochen vorbei. Wieder Hektik, der Guide wurde noch nervöser, hatte alle Hände voll zu tun, weil er nicht wollte, dass wir uns dem Fisch zu dicht nähen, der Rochen suchte einen Schlafplatz und hatte dafür die Tischkoralle auserkoren.

Nach einem Sicherheitsstop gemeinsames Auftauchen.

Zum Schluss noch ein schöner Tauchgang, mit gelungenen, seltenen Fotos.

Eintrag im Logbuch. 60' bei 16,1m


7. Tauchgang / Mervilles Patches Nachttauchgang 👌👌👌👌

Uwe musste aussteigen, sein Augenstatus macht Nachttauchen sinnlos. So waren wir zu dritt. Zu uns gesellten sich noch zwei Taucher, zusammen ging es nach dem Sonnenunterrgang zum Tauchspot.

An diesem Spot haben wir bei Tageslicht Muränen über Muränen gesehen, was sollte uns nun erwarten?

Im Licht der Lampen ging es auf die Tauchtiefe von 13 m. Zu sehen war nur das Riff im Lichtkegel, der Rest des Riffes war schwarz - wer lauert da?

Mir fielen die vielen kleinen Rifffische auf, die sich schnell um die Korallen bewegten. Eine Menge von Feuerfischen zog das Licht an aber von den Muränen war nichts zu sehen.

Meine Aufmerksamkeit erwecke eine Anemone, schwarze Nemos tummelten sich. Im Lichtkegel erkannte ich einen kleinen Porzellankrebs, der aus den Tentakeln der Anemone schaute - ich hatte mein Fotomotiv.

Weiter ging's - Theo machte mich auf eine Wasserspinne aufmerksam, die krabbelte überreden hellen Sand und bildete einen schönen Kontrast.

Einsiedlerkrebse mit kleinen und großen Gehäusen querten meinen Weg.

...und plötzlich Muränenalarm, wieder aus jedem Loch fauchte dich so'n Vieh an, schon imposant im Lichtkegel. Einen kleinen Octopus habe ich noch gefunden, der war aber noch sehr hell und hatte sich im Riff gut getarnt - fototechnisch sehr schwierig.

Theo und ich waren gerade mit den Muränen beschäftigt als uns das Lichtzeichen für das Auftauchen aufschrecken ließ. Wir mussten nach oben, nach einer Dreiviertelstunde war der letzte Tauchgang vorbei.

Eintrag im Logbuch. 49' bei 13,1m

TAUCHFAZIT - sehr, sehr schöne Spots, viel gesehen und seltene Sachen fotografiert und ein Mister Wichtig, den die Welt nicht braucht.










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